WissensNacht Ruhr

„Neben alten Fördertürmen braucht die Region auch Wahrzeichen für das Thema Wissen“

Hinter dem Ideenwettbewerb „Zukunftszeichen Ruhr“ stehen zwei der wichtigsten Akteure für die Zukunft der Ruhr-Region: der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Stiftung Mercator. Sie haben den Wettbewerb gemeinsam ins Leben gerufen – der RVR als Veranstalter, die Stiftung Mercator als Förderer. Beide Organisationen möchten wir Ihnen ein bisschen ausführlicher vorstellen. Dafür haben wir uns auch mit den Projektverantwortlichen über den Wettbewerb unterhalten.

Den Anfang macht der RVR mit Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des RVR und Mitglied der Wettbewerbsjury, als Gesprächspartnerin.

Der Regionalverband Ruhr mit Sitz in Essen engagiert sich für die Entwicklung des Ruhrgebiets. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Zusammenschluss der elf kreisfreien Städte und vier Kreise im Ruhrgebiet mit ihren insgesamt 5,2 Millionen Einwohnern. Der RVR ist Träger bedeutender Infrastrukturprojekte, darunter die Route Industriekultur, der Emscher Landschaftspark oder der Ausbau des Radwegenetzes. Außerdem zählen die regionale Wirtschafts- und Tourismusförderung sowie die Öffentlichkeitsarbeit für die Metropole Ruhr zu den Aufgaben des Verbandes, der rund 460 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat.

Wir haben mit Karola Geiß-Netthöfel, die seit 2011 an der Spitze des RVR steht, über den Wettbewerb „Zukunftszeichen Ruhr“ gesprochen.

Frau Geiß-Netthöfel, wie ist eigentlich die Idee zum Ideenwettbewerb „Zukunftszeichen Ruhr“ entstanden?
Die Idee ist aus der Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Mercator und dem Regionalverband Ruhr im Rahmen der WissensNacht Ruhr entstanden und knüpft an die „Schachtzeichen“ der Kulturhauptstadt an. Während die Ballons die Zechenstandorte – also die Erinnerung an die Bergbautradition – markierten, soll nun mit den Wissenschaftsstandorten die Zukunft gekennzeichnet werden.
Der Wettbewerb an sich setzt bereits ein Zeichen und macht auf die besondere Stärke der Metropole Ruhr als Wissens-, Forschungs- und Bildungsregion aufmerksam.
Es wird spannend sein zu sehen, wie die Region von kreativen Akteuren auch außerhalb der Metropole Ruhr betrachtet wird.

Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Wettbewerb?
Der Wettbewerb will eine besonders kreative Idee zu Tage fördern, mit der wir als Region unseren Standortvorteil als eine der dichtesten Hochschullandschaften Europas darstellen können. Diese ist in ihrer Vielfalt der wichtigste Fortschrittsmotor der Region, die sich vom Industriestandort zu einer dynamischen Wissensregion wandelt.
Durch ein gemeinsames Zeichen würden die Einrichtungen näher zusammenrücken. Es würde ein Anreiz geschaffen, sich öffentlichkeitswirksam zur Wissensmetropole Ruhr zu bekennen.

Karola Geiß-Netthöfel, seit 2011 Regionaldirektorin des RVR

Projektpartner