WissensNacht Ruhr

Drei Fragen an...

... die Jurorin Dr. Söke Dinkla, Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg

Dr. Söke Dinkla ist Direktorin und Vorstand der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum in Duisburg. Sie wirkt in internationalen Jurys und Expertenkommissionen zur zeitgenössischen Kunst und Kunst im öffentlichen Raum mit. Sie publiziert regelmäßig zur zeitgenössischen Skulptur und kuratiert wegweisende internationale Ausstellungen, darunter Sculpture 21st (seit 2014), Kunst und Kapital (2014), Zeichen gegen den Krieg (2014) oder Duane Michals (2004) sowie groß angelegte Public-Art-Projekte wie Tiger & Turtle - Magic Mountain (2011), Twilight Zone (2010) oder Ruhrlights (2008). 1996 legte Söke Dinkla mit ihrer Dissertation über die Geschichte und Ästhetik interaktiver Kunst an der Universität Hamburg eine Publikation vor, die heute als Standardwerk gilt.

Welche Hoffnungen und Erwartungen knüpfen Sie an den Wettbewerb "Zukunftszeichen Ruhr"?
Das Zukunftszeichen Ruhr sollte international sein, nationen- und kulturenübergreifend wie ein Emoticon unmittelbar und intuitiv verständlich.

Bei dem Wettbewerb handelt es sich um einen offenen Ideenwettbewerb. Haben Sie selbst vielleicht eine Idee, wie ein Zukunftszeichen idealerweise aussehen könnte?
Ich finde die begehbare Großskulptur "Tiger & Turtle. Magic Mountain" im Duisburger Süden ist ein überzeugendes, bildmächtiges Zukunftszeichen, das ein neues Selbstverständnis des Ruhrgebiets verkörpert. In den vergangenen Jahren hat es Hunderttausende Besucher nach Duisburg und ins Ruhrgebiet geführt, die mit positiven Eindrücken in ihre jeweiligen Heimatländer zurückkehren.

Was verbindet Sie persönlich mit dem Wissenschaftsstandort Ruhr?
Ich lebe als gebürtige Norddeutsche seit nun genau 20 Jahren im Ruhrgebiet und habe hier an vielen der bedeutenden, kulturellen Transformationsprojekte mitgewirkt, wie dem Abschluss der Internationalen Bauausstellung Emscher Park mit dem Medienkunstprojekt "Connected Cities" (1999), der Kulturhauptstadt Europas mit Kunstprojekten wie dem Lichtkunstfestival "Ruhrlights" (2008, 2010) und der Großskulptur "Tiger & Turtle" (2011). Seit 2013 bin ich Direktorin des Wilhelm Lehmbruck Museums in Duisburg, dem schönsten Skulpturenmuseum in Europa, das international seinesgleichen sucht. Dem Ruhrgebiet habe ich, so wie viele andere "Zugereiste", viele Chancen zu verdanken, für die ich mich mit meinem Engagement für die kulturelle Entwicklung und für eine Stärkung des Erfindungsreichtums revanchieren möchte.

Dr. Söke Dinkla

Projektpartner